Publiziert von: Oliver Stens
Bereitgestellt: 06.11.2026
Ein Choralvorspiel für Orgel von Johann Ludwig Krebs - jenem bekannten Bach-Schüler - lässt die klangliche Vielfalt der Gersauer Orgel schön zur Geltung kommen. Die Aufnahme entstand am Allerheiligenabend 2026.
von Oliver Stens,
Die Orgel der Pfarrkirche St. Marzellus in Gersau ist nicht nur ein Instrument zur musikalischen Gestaltung unserer Gottesdienste. Sie eröffnet auch einen Zugang zu einem reichen Schatz geistlicher Musik aus vergangenen Jahrhunderten.
Für eine Orgelaufnahme habe ich das Choralvorspiel «Von Gott will ich nicht lassen» (Krebs-WV 546) von Johann Ludwig Krebs (1713–1780) gespielt. Krebs gehörte zu den Schülern Johann Sebastian Bachs und führte dessen kontrapunktische Orgelkunst auf eigenständige Weise fort.
Das Werk trägt die weitere Bezeichnung pro Organo pleno – es ist also für den vollen Orgelklang vorgesehen. Die Melodie des alten Kirchenliedes «Von Gott will ich nicht lassen» erklingt im Pedalbass, während die Manualstimmen sie mit lebhaften, kunstvoll ineinander verwobenen musikalischen Figuren umspielen. Zwischen den einzelnen Choralabschnitten entfalten sich instrumentale Zwischenspiele.
Die Gersauer Orgel eignet sich aus meiner Sicht sehr gut für ein solches Werk. Ihr reich besetzter Prinzipalchor, die zahlreichen Obertonregister, das kräftige Pedalwerk und nicht zuletzt ihr lebendiger Orgelwind ermöglichen einen ebenso fundamentreichen wie strahlenden Plenumklang, der zugleich eine vokale Qualität besitzt. Gerade diese Verbindung von Klangfülle, Transparenz und klanglicher Lebendigkeit kommt der Musik von Johann Ludwig Krebs entgegen, in der sich kunstvolle kontrapunktische Linien mit der eindringlichen Aussage des Chorals verbinden.
Die im Pedal erklingende Choralmelodie lässt sich dabei als musikalischer Ausdruck eines festen Gottvertrauens verstehen. Es ist die Zuversicht, auch in schwierigen Lebenssituationen an Gott festzuhalten, von ihm nicht zu lassen und auf seine Begleitung zu vertrauen. Durch die kraftvolle musikalische Gestaltung erhält diese Botschaft eine ganz spezielle Eindringlichkeit.
Die Aufnahme entstand am Abend von Allerheiligen 2026 an der Orgel unserer Pfarrkirche St. Marzellus.
» Zur Orgelaufnahme
Für eine Orgelaufnahme habe ich das Choralvorspiel «Von Gott will ich nicht lassen» (Krebs-WV 546) von Johann Ludwig Krebs (1713–1780) gespielt. Krebs gehörte zu den Schülern Johann Sebastian Bachs und führte dessen kontrapunktische Orgelkunst auf eigenständige Weise fort.
Das Werk trägt die weitere Bezeichnung pro Organo pleno – es ist also für den vollen Orgelklang vorgesehen. Die Melodie des alten Kirchenliedes «Von Gott will ich nicht lassen» erklingt im Pedalbass, während die Manualstimmen sie mit lebhaften, kunstvoll ineinander verwobenen musikalischen Figuren umspielen. Zwischen den einzelnen Choralabschnitten entfalten sich instrumentale Zwischenspiele.
Die Gersauer Orgel eignet sich aus meiner Sicht sehr gut für ein solches Werk. Ihr reich besetzter Prinzipalchor, die zahlreichen Obertonregister, das kräftige Pedalwerk und nicht zuletzt ihr lebendiger Orgelwind ermöglichen einen ebenso fundamentreichen wie strahlenden Plenumklang, der zugleich eine vokale Qualität besitzt. Gerade diese Verbindung von Klangfülle, Transparenz und klanglicher Lebendigkeit kommt der Musik von Johann Ludwig Krebs entgegen, in der sich kunstvolle kontrapunktische Linien mit der eindringlichen Aussage des Chorals verbinden.
Die im Pedal erklingende Choralmelodie lässt sich dabei als musikalischer Ausdruck eines festen Gottvertrauens verstehen. Es ist die Zuversicht, auch in schwierigen Lebenssituationen an Gott festzuhalten, von ihm nicht zu lassen und auf seine Begleitung zu vertrauen. Durch die kraftvolle musikalische Gestaltung erhält diese Botschaft eine ganz spezielle Eindringlichkeit.
Die Aufnahme entstand am Abend von Allerheiligen 2026 an der Orgel unserer Pfarrkirche St. Marzellus.
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