Ein Abschied mit Herz

Abschiedsgottesdienst P.Andrzej/Urs Heini (Foto: Hildegard Camenzind)
Viele Leute wollten sich im Rahmen des Abschiedsgottesdienstes am 14. Juni 2026 von P. Andrzej Sliwka, Pallottiner Pater und Pfarradministrator und Urs Heini, Gemein-deleiter der Kirchgemeinde Gersau verabschieden. Es war eine von viel Wertschätzung getragene Messe und ebenso viel Herz.
Urs Heini,
Der Kirchenchor Cantando überraschte P. Andrzej mit Liedern aus seiner polnischen Heimat sowie Urs Heini mit einem Lieblingslied. Alois Koch, ehem. Hauptorganist der Kirchgemeinde, liess es sich nicht nehmen, an der Orgel zu begleiten. Alle Ministranten kamen, um ein persönliches Dankeswort zu sprechen. Behördenmitglieder, Bekannte und Freunde nahmen an der Messe teil. Der Frauenverein servierte Feines aus der Bäckerstube Gersau zum Apéro.

Ein Danke nicht Abschied
Es sei ihm in seiner Zeit in Gersau so viel Gutes widerfahren. Im Mittelpunkt sehe er daher Dankbarkeit und seine Dankbarkeit gälte allen. Trotzdem richte sich sein besonderer Dank an den Bezirk für das gute Miteinander. Dank auch an die Bruderschaften, Vereine, allen Mitarbeitenden und freiwilligen Helferinnen und Helfern, Ministrantinnen und Ministranten, Sakristaninnen und Sakristanen, Lektorinnen und Lektoren und den Sängerinnen und Sängern vor allem dem Chor Cantando.
In all den Jahren sei er wie auf Adlers Flügeln getragen gewesen. Der Adlers als Symbol, der seine Jungen aus dem Nest schupst, damit sie fliegen lernen, aber sie nicht aus den Augen lässt und sie auffängt, wenn die Kraft einmal weniger wird. So «landete» er in Gersau, lernte die Traditionen kennen. Er fühle sich mit den Leuten und dem Dorf sehr verbunden. Gerne erinnere er sich an die vielen Begegnungen. Schön sei auch immer das Chile Café nach dem Herz Jesu Freitag gewesen. Sein Dank gelte aber vor allem Urs Heini. Sie seien ein sehr gutes Team gewesen.
Er werde nun eine neue Aufgabe in seinem Heimatland übernehmen und nahe seiner Familie und im Kreise seiner Glaubensgemeinschaft sein, aber eben, er sei so dankbar für die Zeit.
Urs Heini schloss sich dem Dank an. In die Runde schauend bemerkte er, dass es zu fast allen Anwesenden eine Verknüpfung gebe. Einige Leute kenne er vom Messbesuch, dem Chile Café, Vorbereitung von Festen. Er erin-nerte speziell an die Reise nach Rom, die allen in sehr guter Erinnerung geblieben sei. Gestern sei man im Europapark mit den Ministranten gewesen. Auch er schloss sich dem Dank P. Andrzejs an und richtete dann ebenfalls seinen Dank an alle.

Kirchenchor Cantando mit gelungener Liederauswahl
Der Kirchenchor Cantando unter der Leitung von Gabriela Glaus, überraschte mit zwei auf polnisch gesungenen Liedern – sprachlich sehr wohl eine Herausforderung, wie das eine oder andere Chormitglied augenzwinkernd zugab.
Die Liederauswahl war auf P. Andrzej und Urs Heini zugeschnitten und getragen von grosser Wertschätzung. Es verlieh der Messe den Charakter eines Konzertes, unterstrichen durch die Orgelbegleitung von Alois Koch. Es sei ihm eine Ehre gewesen an der Orgel begleiten zu dürfen. Zum Schluss überreichte der Chor Cantando beiden je ein Präsent

Minis sagen «Danke!
Vreni Nigg, Hauptsakristanin und für die Be-gleitung der Ministranten verantwortlich, dankte und würdigte P. Andrzej und Urs Heini ebenfalls. Alle Ministrantinnen und Ministranten waren gekommen und trugen im An-schluss je etwas Persönliches vor. So sei es am Altar nie langweilig gewesen, schmunzelten sie und über Fehler habe er immer hin-weggesehen. Man schätze seinen Humor und man werde ihn vermissen. Als Dank über-reichten sie eine selbst gestaltete Kerze.

Stolz, dini ersti Chefin ha dörfe si
Angela Anderes bezeichnete Beide in ihrer humorvollen Rede als Sechser im Lotto für die Kirchgemeinde. P. Andrzej habe in Kürze Deutsch gelernt und vor allem Schwyzerdütsch. Humorvoll überreichte sie ihm ein Kartenset Schwyzerdütsch/ Deutsch. Damit er nicht aus der Übung komme meinte sie lachend. Im Stei-nerberg, wo die Betagten Gersauerinnen und Gersauer während dem Neubau des Altersheimes Gersau wohnten, werde man ihn sehr vermissen. Die Kapelle dort habe er stets gefüllt und immer ein offenes Ohr für alle gehabt. Und ja, die letzte Romreise wäre vor 25 Jahren gewesen. Man erzähle sich noch heute davon und so sei es schön, habe sie wieder stattge-funden. Sie hoffe auch, er habe den Europapark gut überstanden oder ob ihm noch «trümmlig» sei, was bei allen ein heiteres Lachen auslöste. So auch die Feststellung, stolz zu sein, seine erste Chefin gewesen zu sein, dem auch P. Andrzej lachend zustimmte. Auch er sei stolz gewesen, sie als erste Chefin zu haben.

Urs Heini dankte sie für seine wertvolle Unterstützung des Kirchenrates. Auch seien Erstkommunikanten und Firmlinge gleichermassen gerne zur Vorbereitung gekommen. Im Sommerlager sei er stets ein paar Tage gewesen, war aktiv in der Nikolausen Bruderschaft und dem Freundeskreis Gersauer Orgel. Man habe eigentlich nichts gehört, was immer ein gutes Zeichen sei, ergänzte sie lachend. Jetzt dürfe er sicher in den wohlverdienten Ruhestand gehen und machen, was er sich ein Leben lang für diesen aufgespart habe. Aber man hoffe oder wünsche ihm, dass es kein Unruhestand werde.

Ein schöner Ausklang
Gemäss dem Wunsch von P. Andrzej und Urs Heini waren alle Anwesenden zu einem feinen Apéro nach der Kirche eingeladen. Der Frauenverein Gersau servierte Köstlichkeiten aus der Bäckerstube Gersau und Getränke. Auch das Wetter spielte mit und bei Sonnenschein und einem lauen Lüftchen war es das, was es sein sollte: ein unvergesslicher Tag. Ein herzliches Vergelt’s Gott!
Abschiedsgottesdienst Andrzej Urs
17.06.2026
4 Bilder
Fotograf/-in
Hildegard Camenzind