Gedanken zum Muttertag

Die beiden Mütter; Giovanni Segantini
Das Bild «Die beiden Mütter» hat der Maler Giovanni Segatini in einem Stall in Savognin gemalt. Es zeigt den intimen Moment einer Mutter mit ihrem Kind im Arm und eine Kuh mit ihrem Kalb. Ein Bild das mehr sagt über die Beziehung zwischen Mutter und Kind als viele Worte.
Urs Heini,
Der Maler hat seine Mutter früh verloren und stand ihr zwiespältig gegenüber: «Ich trage sie im Gedächtnis, meine Mutter; [...] diese hohe Gestalt, wie sie müde einherschritt. Sie war schön; nicht wie die Morgenröte oder der Mittag, doch wie ein Sonnenuntergang im Frühling.» (Aus Giovanni Segantinis Autobiografie.) Segantini sehnte sich nach der schönen starken Mutter, spürte aber offenbar, dass sie nicht die Lebenskraft besass, die er als Kind so dringend benötigt hätte. Segantini verherrlicht die Mutter-Kind-Beziehung bei Menschen und Tier in diversen Werken. Er bringt darin eine ungestillte Sehnsucht nach Geborgenheit und Nähe zum Ausdruck.

Nach dem Gottesdienst am Muttertag (Sonntag, 10 Mai, 09.30 Uhr), führt der Frauenverein Gersau eine Standaktion zu Gunsten, des Solidaritätsfonds für Mutter und Kind durch.